Glaskogen Trekkingtour

Glaskogen Trekking Shelter

Naturreservat Glaskogen

Lange ersehnt und viel zu schnell vorbei, war unser fünftägiger Trip durch das Glaskogen Naturreservat.  Schon mit den letzten Kilometern Autofahrt begann das Abendteuer Glaskogen. Von der Hauptstraße abgefahren ging es ca. 18km über eine geschottertete Straße nach Lenungshamar von wo aus unser Trip starten sollte. Hier in Lenungshamar kann man sich an der Touristeninfo (öffnet täglich ab 10Uhr-19Uhr) die zum Nutzen der Shelter+ Nutzung von Feuerholz sowie das Nutzen der Trockentoiletten erforderliche Glaskogenkarte erstehen, sowie die falls man auf Fischjagd gehen will erforderliche Angelkarte für die Seen im Reservat. 100SEK für 4 Nächte für die Glaskogenkarte sowie 300SEK für die Familienangelkarte mussten wir dafür entrichten. 

Glaskogen Straße Lenungshamar

Da wir mitten in der Nacht in Lenungshamar ankamen mussten wir uns noch ein paar Stunden gedulden bevor wir los gehen konnten. Doch nachdem die Formalitäten erledigt waren machten wir uns auf den Weg. Unser Auto konnten wir aufgrund dessen, dass noch Nebensaison war, direkt vor der Touristeninformation für die Tage stehen lassen.

Die gut beschilderten Pfade auf der gesamten Tour führten durch die unzähligen Heidelbeersträucher, Wälder und vorbei an den vielen Seen. Die Wanderkarte des Gebietes konnte man auch an der Touristeninformation käuflich erwerben, ich tat dies jedoch vorab und bestellte mir die Karte im Netz. Die Karte ist für die Tour genau wie ein Kompass zur Orientierung ein absolutes muss.

Das Wetter war wunderschön und auf der gesamten Tour konnte man lediglich ein paar Schleierwolken am Himmel ausmachen. Was einerseits traumhaft schön war, jedoch durch die seit mehreren Wochen in Schweden anhaltende Trockenheit zu einem absoluten Feuerverbot im gesamten Reservat führte. Hieß für uns kaltes Essen / keine Romatik bei Lagerfeuer mit Blick in die sagenhaften Naturschönheiten dieses Reservats. Ein weiterer Nachteil hierbei war, dass sobald es dunkel wurde abertausende Gnitzen sich auf uns stürzten und uns verstachen, welche wir durch den Rauch des Lagerfeuers sicher auch hätten eindämmen können.

glaskogen trekking

Nunja man kann eben nicht alles haben 😀 Vorgenommen hatte ich mir bei der Planung täglich ca. 10-12km zurückzulegen, was wir jedoch nach der zweiten Nacht recht schnell über den Haufen warfen. Durch das recht anstrengende Laufen über die kleinen Trampelpfade, taten wir alle gut darin den Tourverlauf entsprechend einzukürzen und die Tagesetappen auf so zwischen 4-8km je Tag zu kürzen. Wir schafften lediglich 1,5-2km pro Stunde zurückzulegen.

Tag 1 & 2

Nach den ersten ca. 8,5km kamen wir dann zu unserem ersten angestrebten Unterschlupf für die Nacht (Shelter Nr.8), welcher sich an einer Spitze des großen Sees Stora Gla befand an. Die Shelter, die an gewissen Stellen im Reservat eingerichtet sind boten ausreichend Platz für Jasmin, Vino und mich. Die von uns besuchten Unterschlüpfe waren allesamt an wirklich schönen Punkten um einfach nur die Natur zu genießen und boten den Luxus einer Trockentoilette. Auch Feuerholz (sofern man es benutzen darf) steht einem hier handlich zugeschnitten und schön abgelagert zur Verfügung. Unseren Schlafplatz für die Nacht eingerichtet, planschten wir ein wenig mit Vino im See und versuchten unser Glück einen saftigen Fisch für Vino, der die Tage mit Trockenfutter vorlieb nehmen musste zu ergattern, jedoch ohne Erfolg. Später am Abend gesellten sich dann noch zwei junge Männer auf den Platz und schlugen Ihr Zelt neben dem Shelter auf und wir konnten mit Blick auf den See noch ein Schwätzchen halten bevor wir uns in unsere Schlafsäcke verkrochen. Vino natürlich zwischen uns beiden eingekuschelt. Die recht kühle (5-8°C) Nacht überstanden, stärkten wir uns mit ein wenig Hirsebrei, machten uns im See ein etwas frisch und begaben uns auf die zweite Tagesetappe zum Shelter Nr.37. Diesen Weg kürzten wir ein wenig über die geschotterte Straße ab.  Der Shelter befand sich auf einer kleinen Anhöhe überhalb des Sees Älmeheds Längetjörn. Auch hier versuchten wir wieder mal erfolglos einen Fisch für Vino zu fangen.

Glaskogen Trekking

Tag 3

Glaskogen Trekking
Sonnentau Glaskogen

Weiter ging die Reise am Tag drei unserer Trekkingtour durch Wälder, Feuchtwiesen vorbei an Shelter 36 an welchem wir eine kleine Mittagspause einhielten, bei strahlendem Sonnenschein zu Björtjörn. Hier gab es keinen Shelter und wir schlugen das erste mal unser Zelt direkt am Ufer auf. Ein paar mal die Angel ausgeworfen hatten wir auch endlich unseren ersten Barsch gefangen. Ihr könnt es erahnen für wen das ein Festmahl bedeutete, Vino war total aufgeregt und genoss den kleinen Happen als Abwechslung zu seinem Trockenfutter. Direkt am Wegesrand oberhalb des Zeltplatzes war alles gespickt mit Sonnentau welchen wir mit unserem Makroobjektiv ablichteten, bevor wir fast aufgefressen von den Gnitzen in unser Zelt flüchteten. Gegen welche auch kein gewöhnliches Fliegennetz welches wir mit auf unsere Tour mitgenommen hatten half, weil diese winzigen Biester einfach hindurch krochen. Zum Glück war das Fliegengitter unseres Zeltes um einiges feinmaschiger und bot uns Schutz.

Tag 4

Tag vier auf dem Weg zum Shelter Nr.34 ging auf und wieder ab entlang der gewohnten Heidelbeersträucher, Wälder und Seen die jedoch keinesfalls eintönig wurden. Shelter 34 war vom Platz her das absolute Highlight, schöner als in jeder Filmkulisse lag der Shelter direkt am See an dem sich die Bäume ringsum im Wasser spiegelten. Da auch dieser Tag ein heißer Sonnentag war, sprangen wir nach Ankunft als erstes mal ins Wasser bevor wir unser Nachtlager aufschlugen. Nachdem wir die Isomatten aufgeblasen und die Schlafsäcke liegen hatten, hieß es wieder Fischfangversuche und dieses mal mit erfolgt. Vino konnte sich an Barschen die wir den Abend über fingen satt fressen. Doch auch an diesem Platz konnten wir aufgrund der tausenden kleinen Gnitzen die aus Ihren Löchern kamen nicht im Shelter übernachten, sondern mussten im Zelt schlafen.

Glaskogen Trekking

Tag 5

Glaskogen Trekking

Nach der erholsamen Nacht in unserem Zelt machten wir uns auf die letzte kurze Tagesetappe zurück nach Lenungshamar. Hier angekommen sind wir sofort den Sünden des Alltags erlegen und haben uns als allererstes eine kalte Cola sowie zwei Eis und Vino eine Extraportilon Futter gegönnt, bevor wir uns auf die Weiterfahrt in unser angemietetes Ferienhäuschen begaben.

Das Wasser auf der gesamten Tour haben wir durch einen kleinen Wasserfilter aus den Seen gewonnen. Wir haben das Singen der Vögel ohne jeglichen Alltagslärm und einfach nur die Stille auf unserer Tour sehr genossen. Wir haben auf unserer Tour leider bzw. evtl. auch zum Glück keine Elche gesehen, die hier im reservat zahlreich vorkommen. Konnten aber das ein oder andere Birkhuhn, kleine Schlange und einfach nur die atemberaubende Natur des Reservats sehen. Für jeden der sich nach absoluter Stille sehnt ein absolutes muss, das Glaskogens Naturreservat.

Diese Links sind Affiliate Links von Produkten die wir auf unserer Tour bei uns hatten. Wenn Ihr die Produkte über einen dieser Links kauft unterstützt Ihr unsere Homepage, euch enstehen hierbei jedoch keinerlei Mehrkosten. 

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*